Ich habe in letzter Zeit wieder viel digital fotografiert, ausschlaggebend war die Bewerbung von Julia an der Kunsthochschule in Berlin Weißensee. Die Hausaufgabe zur Bewerbung las sich in etwa so: “Stell dir vor die Erdanziehungskraft setzt plötzlich aus. Entwirf eine Modelinie die der Situation angepasst ist.” Ach ja, meine Schwester bewirbt sich hier für Modedesign. Unglaublich kreativ wie die Kleine ist, hat Sie sich flink was cooles überlegt und in nächtelanger Schufterei alles genäht. Dann noch ein paar Mädels zusammen getrommelt und mich zum Fotos machen verpflichtet. Großer Bruder wie ich bin, kann ich da natürlich nicht absagen.
Der erste Termin ging direkt in die Hose. Wir hatten geplant die Mädels auf einem Trampolin springen zu lassen und ich sollte diese dann entsprechend fotografieren. Es hat zeitlich nicht gepasst und somit wurde aus dem ersten Shooting nichts. Keine Panik, ist ja noch eine ganze Woche Zeit, bis zur Abgabe (die war übrigens am Montag, 13.02.). Die nächste Idee war ein Unterwassershooting. Die netten Leuten vom Bad am Spreewaldplatz haben uns ihr 3.8m tiefes Sprungbecken für zwei Stunden und 25€ zur Verfügung gestellt. Wir mussten zwar schon um 6:30 anwesend sein, aber das Wasser hat die Müdigkeit ziemlich schnell beseitigt. Die Mädels haben sich die zwei Stunden über riesig Mühe gegeben und waren am Ende ganz schön fertig. Immer wieder runtertauchen und dann dabei auch noch eine bestimmte Pose zu halten ist auch nicht einfach. Die Bildqualität ist für die zur Verfügung stehende Hardware echt ok. Immerhin hatten wir nur eine Canon Powershoot D10 und eine wasserdichte analoge Plastikkamera dabei.
Eigentlich sollten hier die richtigen Unterwasseraufnahmen hin, aber die habe ich gerade nicht zur Verfügung. Ich will aber den Artikel jetzt veröffentlichen und deshalb gibt es nur Fotos der übrig gebliebenen gedruckten Fotos. Wenn die Dateien dann mal bei mir zu Hause sind und ich sie bearbeitet habe, werde ich sie hier sicherlich noch einmal zeigen.

So, das war letzten Dienstag. Für den letzten Freitag war dann erneut ein Trampolinshooting angesetzt, aber da die Heizung im Zirkus eingefroren war hat es wieder nicht geklappt. Eigentlich bin ich ganz froh, dass wir nicht am Trampolin fotografiert haben. Das wäre vom Licht im Zirkuszelt sicher ziemlich schwierig geworden. Glücklicherweise hatte meine Schwester noch kurzfristig das Studio im Weinmeisterhaus gemietet. Mit grauem Hintergrund, einer kleinen Blitzanlage und der Nikon von Lina (Danke! Ich brauche wirklich endlich eine eigene DSLR) habe ich dann das Erste Mal sei 2004 wieder im Studio fotografiert. Tja, und so sieht das Endresultat aus:

Mir gefallen die Bilder allesamt jedenfalls ziemlich gut. Und meine Schwester ist auch glücklich! Als ich dann sah wie Sie das ganze in der Mappe verpackt hat, war ich hellauf begeistert. Auf der einen Seite sind die Studiofotos auf denen man die Kleidung komplett erkennen kann. Auf den folgenden drei Seiten ist immer ein Model ausgeschnitten und so präpariert, dass es wirklich zu schweben scheint. Es gibt ja diese Bücher, aus denen einzelne Objekte so rausgucken aber mir fällt der Name dafür gerade nicht ein. Seht einfach selbst:

Die komplette Mappe könnt Ihr übrigens hier sehen.
Ich bin so unglaublich stolz auf meine Schwester, dass ich das einfach mal der Welt mitteilen musste. Die Geschwisterreihe wird noch weitergeführt, ich habe da noch Mitteilungsbedürfnis für ein, zwei weitere Sachen (daher auch der verwirrende Titel). Für Heute muss es aber erst einmal reichen.




























